Medienarchäologische Analyse visueller Strategien

Kurze Zusammenfassung des Kurses

Ausgehend vom pictorial turn des 20. Jahrhunderts (Mitchell) untersucht dieser spezialisierte Kurs die Potenziale der medienarchäologischen Methode für die Forschung zu zeitgenössischer audiovisueller und digitaler Kultur. Im Zentrum stehen theoretische Ansätze und Konzepte von Thomas Elsaesser, Erkki Huhtamo, Siegfried Zielinski, Wolfgang Ernst, Jonathan Crary und Jussi Parikka. Neue Medienkulturen werden dabei im Licht historischer Medienentwicklungen betrachtet – mit besonderem Fokus auf Erfindungen, künstlerische Praktiken und medientechnische Apparate. Das Seminar legt den Schwerpunkt darauf, wie Künstlerinnen (Theatermacher, Performer, Fotografinnen, Video- und Filmkünstler*innen) mit Bildern, visuellen Strategien und visuellen Narrativen experimentieren.

Abschlusskompetenzen

  • Einsicht in die Bildsprache und visuellen Strategien von Film, Fotografie und Videokunst.

  • Verständnis für technologische Medienentwicklungen sowie die Fähigkeit, deren soziale und kulturelle Implikationen kritisch zu reflektieren.

  • Analytische Kompetenz im Umgang mit der Bildsprache und den visuellen Strategien historischer und aktueller Medien.

  • Theoretisches Wissen im Bereich der Visual Culture Studies und Fähigkeit, dieses in der Analyse zeitgenössischer audiovisueller und digitaler Kunstpraktiken anzuwenden.

  • Fähigkeit, eine theoretisch fundierte Position zu formulieren und zu verteidigen, die erklärt, wie ein bestimmtes Bild bzw. eine visuelle Strategie funktioniert.

  • Kritische Auseinandersetzung mit den ästhetischen und philosophischen Texten, die den Lese- und Schreibaufgaben zugrunde liegen.

  • Fähigkeit, faktische und theoretische Forschungsprobleme im Bereich der Visual Culture Studies zu formulieren und aus persönlicher Perspektive zu bearbeiten – sowohl genrespezifisch als auch unter Berücksichtigung intermedialer Aspekte.

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Photo: Etienne Girardet, Tbilisi, Georgia, 14/03/2020